BALLAD IN BLOOD

So, 25.09. | 23:00
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Nach einer Rauschnacht gibt es ein böses Erwachen für die tschechische Erasmus-Studentin Lenka: Ihre britische Freundin Elizabeth ist tot und niemand weiß, was genau passiert ist. Nicht ihr Freund James. Auch nicht ihre gemeinsame Bekanntschaft Duke. Handy-Videos der Toten erzählen die Geschichte der letzten Nacht, eine Geschichte von Grenzüberschreitungen und Tabu-Brüchen, von sex & violence, von Wahnsinn und den Nebenwirkungen.

Der legendäre italienische Regisseur Ruggero Deodato hat 23 Jahre lang keinen Film mehr gedreht: BALLAD IN BLOOD hat er jetzt, in typischer italienischer Altmeister-Manier, mit kleinstem Budget und verflucht viel Leidenschaft inszeniert. Von der neorealistischen Härte, mit der der frühere Regie-Assistent von Roberto Rossellini in Großtaten wie CANNIBAL HOLOCAUST und THE HOUSE AT THE EDGE OF THE PARK das Publikum durchrüttelte, ist seine jüngste Arbeit nur einen Steinwurf entfernt.

Deodato tänzelt beschwingt und leichtfüßig über gesellschaftspolitische Reizthemen und versetzt sie ganz unverschämt mit Exploitation-Elementen: Es ist an diesen Bruchlinien, dass man als Zuschauer seines Kinos immer wieder nach Luft schnappen muss, nicht zuletzt weil BALLAD IN BLOOD die eigenen moralethischen Grundfesten aufs Glatteis führt. Auch mehr als dreißig Jahre nach seiner Hochzeit als Regisseur hat dieser Maestro nichts von seinem Biss verloren und zeigt den jungen Kollegen, wie ein mutiger, kleiner Genrefilm auszusehen hat.

In Anwesenheit von Ruggero Deodato.

Ruggero Deodato (*1939 in Potenza, Italien) ist ein italienischer Regisseur und Drehbuchautor. Er begann als Regieassistent u.a. von Roberto Rossellini und Sergio Corbucci. International berühmt und berüchtigt wurde er 1980 mit seinem Meisterwerk CANNIBAL HOLOCAUST und dem im selben Jahr veröffentlichten Psycho-Schocker DER SCHLITZER. Seit den 90er Jahren arbeitete Deodato vorwiegend fürs Fernsehen.

Läuft wann und wo?
So, 25.09. | 23:00 – Filmcasino
I 2016 | 93' Min | DCP
Sprache OF
Regie Ruggero Deodato
DarstellerInnen Gabriele Rossi, Ernesto Mahieux, Noemi Smorra
Drehbuch Ruggero Deodato, Jacopo Mazzuoli, Angelo Orlando
Schnitt Daniel de Rossi
Kamera Mirko Fioravanti
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