Herschell Gordon Lewis ist Werbefachmann, Marktschreier, Entrepreneur und Unternehmer. Filmmacher ja. Regisseur nein. Kommt man dem 82-jährigen damit, dass viele seiner Billigsdorfer-Kultfilme mittlerweile als Kunstwerke verehrt werden, bricht er in Lachen aus. Film, das war für Herschell immer eines: ein Mittel um Geld zu verdienen. Und der ökonomische Primat hat ihn dazu gezwungen, am Puls der Zeit zu bleiben.
Lewis verdient anfangs gut mit Nacktfilmen, sattelt in den Sechzigern um aufs Splatter-Kino und dreht zwischendurch wahnwitzige LSD- und Biker-Streifen. Er beschert Kinogängern Brechdurchfälle und schreibt sich damit in die Filmgeschichte ein. Als er vor einigen Jahren erfährt, dass ihn das französische Filmkunstmagazin Cahiers du Cinema als „subject for further research“ anführt, antwortet er: „They also say that about cancer.“
Filme
The Uh-Oh Show The Godfather of Gore Bloodfeast
Kombiticket Ein Abend für Herschell Gordon Lewis: 15 €
