
Zwei Ex-Soldaten dinieren mit ihren hübschen Lebensgefährtinnen in einem unauffälligen britischen Mittelklassehaus. Die Normalität ist erstickend, bald winkt aber eine lukrative Nebenerwerbstätigkeit: anhand einer Kill List, zusammengestellt und überreicht von einer geheimnisvollen Organisation, sollen die Männer moralisch dubiose Subjekte „entfernen“. Brit-Genie Ben Wheatley (Down Terrace) mixt Stilrichtungen wie andere Cocktails: sein Kill List schmeißt einen naturalistischen Beziehungsfilm, einen Killerthriller und feiste Horrorelemente in einen Topf. Heraus kommt ein unvorhersehbarer, unbedingt moderner Schocker, vollgesogen mit Stimmungslagen der britischen Genrekinohistorie: gemeinsam mit den Hauptfiguren stürzt man in die Dunkelheit, wandert durch einen Tunnel, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart im Fackelschein treffen und schreit um Hilfe. Vergebens.
