/slash Filmfestival stellt sich vor.
“ridicule is nothing to be scared of!” (singen Adam and the Ants)
- Ist eine Gruppe von Leuten, die das Genrekino liebt.
- Ist ein Festival von diesen Leuten, das die besten, wildesten, gemeinsten, geilsten, blutigsten, intelligentesten Vertreter des fantastischen Films nach Wien holt.
- Ist eine Veranstaltung von Fans für Fans.
- Hat keine Lust auf anstrengende Diskurse, will lieber das Kino anbeten.
- Raucht ohne Reue.
- Liebt Whiskey, der nach Rauchholz schmeckt, weil ihn dann auch Tomás Milián gemocht hätte.
- Mag Birnenschnaps.
- Verehrt Adriano Celentano, Karel Gott und France Gall.
- Hat als Kind mit Masters of the Universe-Figuren gespielt.
- Hat sie irgendwann alle kaputt geschlagen.
- Hat aus dieser Dummheit gelernt.
- Findet Dolph Lundgren ist die Idealbesetzung für He-Man.
- Liebt den Exzess.
- Liebt alle Ausgestoßenen und Abgedrängten, alle Freaks & Geeks.
- Verehrt Kenneth Anger.
- Weiß dass JCVD mehr für das Kino getan hat als JLG.
- Kriecht vor Mario Bava, Sergio Sollima, Dario Argento, Lucio Fulci und Sergio Martino.
- Liest den Video Watchdog, Fangoria, Famous Monsters of Filmland (resurrected!) und SFX.
- Liest John Wyndham, Scarlett Thomas, Neil Gaiman und Alan Moore (4 out of 4,000).
- Schaut True Blood, Fringe, Carnivàle und Spaced.
- Will zur San Diego Comic-Con und zur E3.
- Will im Nintendo-Universum leben.
- Mag Birdo, Toad und Prinzessin Peach.
- Findet, dass John Carpenter und Joe Dante ein makelloses Filmwerk aufweisen.
- Weiß, dass Braindead immer Peter Jacksons bester Film bleiben wird.
- Will, dass Richard Donner The Goonies 2 dreht.
- Liebt Zombies, Werwölfe, Mumien und alle anderen Monster.
- Weint bei James Whales Frankenstein und Lloyd Kaufmans The Toxic Avenger.
- Isst oft Pizzen nach Mitternacht.
- Ist unsportlich.
- Hat viele DVDs.
- Hat kein Fernsehen.
- Betet zu keinem Gott.
- Betet zu The Hoff und The Shat.
- Hat zwei Lieblingsfilme: Kingdom of the Spiders & Anaconda 3: The Offspring.
- Hat noch 5312 andere Lieblingsfilme.
- Findet Cineocracy ist die ideale Staatsform.
- Wünscht sich immer noch José Mojica Marins wäre brasilianischer Präsident geworden.
- Weiß, dass George A. Romero die Welt verstanden hat.
- Hat schon einmal Herschell Gordon Lewis die Hand geschüttelt. Er hat sie nicht abgehackt.
- Hat schon einmal mit Lloyd Kaufman zu Mittag gegessen und sich nicht übergeben. Lloyd war enttäuscht.
- Fragt sich, was passieren würde, wenn Hayao Miyazaki, Minoru Kawasaki und Takashi Miike picknicken würden.
- Findet James Glickenhaus und Frank Henenlotter haben edle Namen.
- Hat ein Lieblingsmonster. Es heißt: The Deadly Spawn.
- Ist rundum glücklich und zufrieden, mit Freunden Filme schauen zu dürfen.
- Lädt ein zu dem nach ihm benannten Filmfestival.
- Weiß, dass acht Tage im September reichen, um Wien wieder schön zu machen.
- Hat nicht viel Geld, vertraut aber darauf, dass unsere Freunde die inneren Werte sehen.
/slash ist ein Filmfestival, das vom 22. bis zum 30. September zum zweiten Mal im Wiener Filmcasino stattfinden wird. Die Veranstaltung will rund fünfundzwanzig Produktionen des fantastischen Kinos (gemeint sind vor allem, aber nicht nur: Horror-, Fantasy-, Trick- und Science-Fiction-Filme) zeigen und damit eine eindeutige Bereicherung für die Kinoszene Wiens und die filmkulturelle Landschaft Österreichs sein.
Das Filmfestival ist als Gesamterlebnis konzipiert und erschöpft sich nicht in der Aufführung der einzelnen Produktionen in ihren bestmöglichen Kopien: die jeweiligen Vorstellungen im traditionsreichen Filmcasino mit seiner, dem /slash -Programm zuspielenden Patina, werden in das Foyer des Kinos „verlängert“und täglich abgerundet, erweitert und ergänzt durch eine Auswahl von Konzerten, DJ-Sets und diversen unterhaltungskulturellen Angeboten.
/slash möchte was erreichen.
- Die besten, spektakulärsten Genrefilme aus der jeweiligen Jahresproduktion des internationalen Kinos im Wiener Filmcasino aufzuführen und gleichzeitig Höhepunkte aus der Geschichte des fantastischen Films zur Wiederaufführung zu bringen.
- Ein Publikum anzusprechen, das aufgrund einer Verschiebung der Filmdistributionskanäle (viele Horrorfilme werden nur mehr auf DVD veröffentlicht) die jeweiligen Produktionen nur mehr in den Wohnzimmern ansehen kann. Das Filmcasino wird in den acht Tagen der Veranstaltung zu einem öffentlichen Raum, zu einem riesigen Wohnzimmer, in dem sich die Liebhaber des Genrefilms treffen und in dem sie sich die Filme gemeinsam auf der überwältigenden Leinwand ansehen können.
- Das Ansehen des fantastischen Films in der österreichischen Kulturlandschaft aufzuwerten und kontinuierlich zu pflegen. Neben US-amerikanischen Großproduktionen sind in Österreich kaum Horror- oder Fantasyfilme aus anderen Ländern (wie etwa aus Frankreich, wo es seit cirka sechs Jahren einen regelrechten Boom dieses Kinos gibt) zu sehen. Das liegt zum einen daran, dass sich kein spezialisiertes Filmverleihunternehmen etabliert hat, das liegt zum anderen daran, dass in Österreich das fantastische Kino auch von institutioneller Seite vernachlässigt wird.
- Eine Filmkultur wiederzubeleben, die auch und gerade in Wien eine lange Geschichte hat. Seit den Fünfziger Jahren hat es in Wien immer wieder diverse, vorwiegend privat organisierte Initiativen wie etwa das ACTION Kino gegeben, die den fantastischen Film gepflegt und damit ein großes und treues Publikum gefunden haben. /slash im Filmcasino kann und muss diese Fäden wieder aufnehmen.
- Dem österreichischen Publikum endlich das zu geben, was in allen anderen mitteleuropäischen Ländern schon längst gang und gäbe ist: ein eigenes Festival für den fantastischen Film, in dem eben nicht nur das Kino, sondern auch eine ganze Kultur des gemeinsamen Filmesehens mitgefeiert wird. Arrivierte Veranstaltungen wie das Festival von Neuchatel in der Schweiz, das Grossmann in Slowenien, das Fantasporto in Portugal, die Fantasyfilmfestivals in Brüssel, Amsterdam und London sprechen eine eindeutige Sprache. Allesamt haben sie als kleine Events begonnen und sind innerhalb von kürzester Zeit zu großen, publikumsstarken Veranstaltungen heran gewachsen. /slash sieht sich in dieser Tradition.
- Den österreichischen Kreativen, die im Bereich des fantastischen Kinos arbeiten oder arbeiten wollen, einen Anker in der heimischen Kulturszene zu bieten. /slash wird jedes Jahr ein Schlaglicht auf österreichisches Genrekino werfen, wird Diskussionen mit bekannten heimischen Filmemachern und Kreativen organisieren und soll gerade jungen, aufstrebenden Talenten eine Einstiegshilfe sein.